Virus/Serum
Der Nachfolger des erst letzten Juni erschienenen Debütalbums sehnsuchts wogen knüpft lyrisch und musikalisch an jenes an. Nach der Hoffnung des lyrischen Ich, den Verlust eines bedeutenden Menschen verwunden zu haben, entfacht gleich zu Beginn von REKONVALESZENZ erneut Verzweiflung, diesmal flammender als zuvor, die während der nachfolgenden Stücke allmählich gesunder Resignation weicht. Musikalisch zeigt sich der Wandel in einem fließenden Übergang von Black Metal zu Postrock, die beiden Stile, die in ihrer Verschmelzung bereits auf dem Debütalbum den unverwechselbaren Stil von TRÄUMEN VON AURORA prägten und nun in diesem dualistischen Konzept auch einzeln weiter ausgearbeitet werden konnten. So beginnt das Album sehr schwarzmetallisch, weit schwarzmetallischer, als man es trotz des Post-Black- Metal-Labels wohl je von dieser Band erwartet hätte, und endet gleichermaßen postrockig. Den Wendepunkt des Albums markieren zwei Instrumentale, welche nicht gründlich erklären (wollen), was den sich vollziehenden Wandel auslöst, aber dem geneigten Hörer in ihrer von unzulänglichen sprachlichen Konstrukten losgelösten, sich des Black Metal stetig befreienden Musik mitunter recht deutliche Hinweise geben. DER SOMMERREGEN AUF ASPHALT führt als anfangs sehr melancholisches Stück über in die nahezu euphorische Stimmung von ORION 2.1, womit hier die eigentliche Genesung und somit der wichtigste und titelgebende Teil der Geschichte dargestellt wird.
Tracklist
01. phönix und asche (05:39)
02. im morgengrauen (06:10)
03. der sommerregen auf asphalt (12:04)
04. orion 2.1 (08:06)
05. was einst im wind der wälder lag (14:38)
Gesamtspielzeit 46:38
...Der längste Track der CD folgt am Ende. „Was einst im Wind der Wälder lag“ bündelt nochmals alle Facetten, die Träumen von Aurora musikalisch zu bieten haben. Von ruhigen Passagen, die nach Post-Rock klingen bis hin zu intensiven Metal-Riffs und von zarten weiblichen Gesangsparts bis hin zu extremen Black Metal Vocals ist hier alles zu hören... Trotz der Länge der Songs geht nie der rote Faden verloren. Die Stücke brauchen diese Länge, um zu wirken. Sie sollten auch in der Reihenfolge und am Stück gespielt werden, um die ganze Stimmung und Aussage des Albums zu erhalten. So fügen sie sich zu einem einzigartigen Werk zusammen, das Träumen von Aurora ohne Zweifel zur Oberliga im Post Black Metal Genre aufrücken lässt. Mit dem Nachfolger zu „Sehnsuchts Wogen“ setzen sie im Vergleich zum Vorgänger musikalisch noch einen drauf. Die CD begeistert von der ersten Sekunde an. Die Band hat es auf ihrem zweiten Album geschafft, ihren eigenen Stil weiter zu entwickeln. (Nachtaktiv Magazin)
Träumen von Aurora schaffen es, mit ihrem zweiten Konzeptalbum ein Werk abzuliefern, welches nicht nur als solches bezeichnet werden darf und sollte, sondern auch musikalisch wie auch konzeptionell voll überzeugen kann... Absolute Kaufempfehlung für Fans von Wolves In The Throne Room, Cult Of Luna, Der Weg Einer Freiheit oder Agalloch. (Osnametal.de) 8/10
Fazit: "Träumen von Aurora" haben sich mit ihrem neuem Album in jeder Hinsicht verbessert und die Stimmung, welche für mich bereits in "Sehnsuchts Wogen" sehr authentisch dargestellt wurde, mit ihrem neuem Werk nochmals übertroffen! Sowohl instrumental als auch lyrisch weis die Post Black Metal Gruppe sehr zu begeistern...Ein Fehlkauf ist hier definitiv nicht vorprogrammiert... (Lady-Metal.com)
Mit den Liedern drei und vier, “Der Sommerregen auf Asphalt” und “Orion 21″, gelingt Träumen von Aurora dann eine faustdicke Überraschung. Beide Stücke, die zusammen 20 Minuten lang sind und damit einen Großteil des Albums ausmachen, sind komplett instrumental. In diesen 20 Minuten nehmen Träumen von Aurora den Hörer mit auf eine musikalische Reise, die sich als Höhepunkt des Albums herausstellen wird...Der Weg führt in den beiden Instrumentalstücken praktisch komplett weg vom Black Metal, hin zu einem sehr breiten Klangspektrum. Ruhige Rock-Passagen steigern sich in eine melodische, sehr harmonisch aufgebaute Mischung aus Progressive- und Melodic Metal. Dazwischen kommt immer wieder auch ein Klavier zum Einsatz, eintönig wird es zu keiner Zeit. Das Klangbild der instrumentalen Lieder ist dabei immer voll und angenehm, sodass man den Gesang überhaupt nicht vermisst. Absolut gelungen!... (Dark Festivals.de) 8/10